3 wundervolle Wochen…

… habe ich nun schon in meinem Projekt verbracht. Und ich muss ganz erhrlich sagen:

ES IST FANTASTISCH!

Die letzten Wochen habe ich die Zeit im Internetcaffee mit langen Gesprachen mit Familie und guten Freunden verbracht, und allen, die noch nichts mitbekommen haben, denen wird nun geholfen!

Ich arbeite jetzt in einen 200 Seelendorf in der Naehe von Chengalput, Venkata Puram Village. Meine Schuleheisst Gnanoyana High School, ca 60 Kinder leben dort, genau wie ich auch. Ich unterrichte 4 Stunden am Tag Englisch und Abends beschaeftige ich mich noch ein paar Stunden mit den Suessen.

Warum ich dieses Projekt so toll finde, obwohl ich mitten in der Pampas bin, alleine, und eigentlich nie so wirklich zur Ruhe komme? Ganz einfach, es ist genau das, wofuer ich hergekommen bin.

Die Eltern der Kinder, die in der Schule leben haben alle Lepra, und die Gesellschaft geht davon aus, dass aus diesen Kindern nichts werden kann. Ohne diese Schule wuerde ihnen also keine Bildung, keine Chance zukommen. Die Eltern der Kinder aus der Gegend sind zu 50% Bettler, und auch sie waeren ohne diese Einrichtung chancenlos. Hier zahlt niemand Schulgebuehren, und auch das Essen und die Uniformen, sowie die Buecher und Schultaschen werden von der Schule gesponsert. Niemand ausser den Kindern kann hier profitieren. Im finanziellen Sinne. Die Lehrer werden natuerlich bezahlt, und auch ich profitiere, genauso wie das Management und der Schulleiter. Aber ich glaube wir profitieren auf eine anderen Ebene, auf einer eher Emotionalen!

Die Kinder sind die Liebsten, mein Zimmer ist rech komfortabel und wirklich gross, ich kann bei dem dort wohnenden Lehrerpaerchen warm duschen, das Essen ist lecker, ich habe 5 Hunde, der Schulleiter ist ein froehlicher Mann, die Lehrer sind lieb und schlagen die Kinder nicht (vor meinen Augen??) und die Tatsache dass nichts drum herum ist hat zur Folge, dass ich ne Menge Geld spare. Ich habe endlich das Gefuehl von Nutzen zu sein, und nicht einfach austauschbar. Die Kinder sagen mir schon jetzt, dass sie in 7 Monaten weinen werden, wenn ich gehe.

Ich bekomme leider keine Gastfamilie, da der Transport zur Schule nicht sicher gestellt werden kann. ABer ehrlich gesagt, finde ich das jetzt gut! Wie sonst soll ich die Kinder abends in den Arm nehmen, weil sie ihre Eltern vermissen? Wer wuerde dann meine Haare schoen machen und meine Naegel unordentlich lackieren? Ausserdem haben wir zwei Koechinnen aus dem Dorf, unglaublich liebe Frauen die mir als Mama und Oma vorgestellt wurden. Diese Woche haben sie mich mit ins Dorf genommen, aus allen Haeusern kamen meine Schueler gerannt und haben mich in ihre Familie gebracht, ich hatte ein 10 Tage altes Baby im Arm und durfte mich integriert fuehlen. Ich bekomme so auch indische Kultur mit, ohne zu fuerchten, dass ich die Kinder alleine lasse!

Ich bin gluecklich, uebergluecklich! Den Stress mit dem alten Projekt war es auf jeden Fall wert. Fotos werden folgen!

PS: Nachdem mein Handy vor geraumer Zeit gestohlen wurde, habe ich mir heute ein Weihnachtsgeschenk gegoennt. Ein neues Handy(Second Hand)!  WhatsApp AHoi!

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2 Kommentare zu “3 wundervolle Wochen…”

  1. Als ich deinen neuen Blog las, fiel mir ein Spruch aus meinem Poesie-Album wieder ein: Immwe qwnn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her, dass du es noch einmal zwingst und vor Sonnenschein und Freude singst, …
    Ich hoffe von ganzem Herzen, dass du die „Talsohle“ endgültig überwunden hast und mit neuer Kraft an deine – sicherlich nicht immer leichte – Aufgabe gehst. Bin gespannt auf deinen nächsten Blog.
    Ein gesegnetes Weihnachtsfest und gutes und ein gutes neues Jahr wünsche ich dir.

    Deine „Uralte“ 🙂

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