Vom Sprung ins kalte Wasser…

indien-ein-meer-von-menschen-10856In 38 Tagen kommt mein Flieger nach Bangalore – Indien.

Die letzten 5 Tage habe ich in Hannoversch Münden verbracht, zusammen mit vielen weiteren weltwärts Teilnehmern. Wir haben gelacht, gespielt, geredet, gelernt, getanzt, gealbert, gelebt …  und hatten eine einmalig gute Zeit. Vieles war schockierend einfach, und einiges schockierend schwer zu verarbeiten.

Ich möchte nicht zu viel über einzelne Programm-Punkte schreiben, aber doch einen groben überblick geben. Es gab Einheiten zu Kommunikation, zur Entwicklungszusammenarbeit (EZ), zum interkulturellen Lernen und allgemeine Informationen. Alles fast immer interessant verpackt, viele lehrreiche Spiele, viele anregende Diskussionen, viel interessanten Austausch, und ein erstaunlich schnell – und stark –  ausgeprägtes Gefühl des Zusammenhalts.

Besonders im Kopf geblieben ist mir ein Spiel zum Thema Welthandel geblieben. Es zu erklären fällt mir schwer, da dieses Spiel sehr komplex ist, aber der Sinn dahinter war klar: Die Welt ist nicht gerecht! Einige Länder sind was Rohstoffe angeht im Nachteil, Industriestaaten werden grundsätzlich bevorzugt und der Lügner ist meist erfolgreicher.

Außerdem haben wir einen sehr eindrucksvollen Film gesehen: Darwin’s Nightmare. Es geht um die Menschen in Tansania, um Armut, Fischerei und Waffenimport. Es lohnt sich, diesen Film zu sehen, man sollte allerdings im Auge behalten, dass auch dieser Film manipulativ durch Drehorte, durch Schnitt und Auswahl der Personen ist. Nichts desto trotz spiegelt er eine der vielen Facetten des Landes wieder.

Kommen wir zu den fröhlichen Themen. Ich bin bei 15°C in die Weser gesprungen und zum gegenüberliegenden Ufer geschwommen, um anschließend zusammen mit 2 anderen Teilnehmern 30 Minuten in nassen Badesachen, barfuß und bei strömenden Regen zurück zu joggen. Bus -, und LKW-Fahrer hupten amüsiert, doch niemand wollte uns mitnehmen.

Ich habe mich bis morgens um 4 Uhr unterhalten, und den Entschluss zum morgendlichen Joggen Tag für Tag über Bord geworfen, ich habe zu wenig geschlafen, und in einer Woche so viel gelacht, wie sonst in einem Monat, ich habe Menschen kennengelernt, die bleiben sollen, ich konnte mich austauschen … Besonders wichtig waren mir die Gespräche mit einem Typen, nennen wir ihn Nase, über Beziehungen, wie er das Jahr ohne seine Freundin überstehen will usw. Denn der Aspekt macht mir im Moment Angst. Aber wir konnten uns glaube ich gegenseitig den Rücken stärken, und ich glaube, dass wir es auch beide durchstehen werden!

Ich freue mich auf das nächste Mal!

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